Lizenz & Kosten

Abo oder Dauerlizenz? Was sich bei ProPresenter Ende 2024 geändert hat

Renewed Vision hat ProPresenter Ende 2024 auf ein Abo umgestellt. Wir erklären in einfacher Sprache, was das für euer Medienteam bedeutet, was es kostet und warum es für Gemeinden weiterhin eine Dauerlizenz gibt.

Was ist eigentlich passiert?

Vielleicht habt ihr es schon gehört: Bei ProPresenter hat sich beim Bezahlen etwas Grundlegendes geändert. ProPresenter ist die Präsentations-Software, mit der ihr im Gottesdienst Liedtexte, Bibelverse, Ankündigungen und Videos auf die Leinwand bringt. Lange Zeit konntet ihr die Software einmal kaufen und dann behalten. Seit Sommer 2024 verkauft der Hersteller Renewed Vision sie an neue Kunden nur noch im Abo – also gegen eine laufende monatliche oder jährliche Gebühr.

Das wirft für viele Gemeinde-Teams Fragen auf: Müssen wir jetzt jeden Monat zahlen? Was passiert mit unserer alten Lizenz? Und gibt es überhaupt noch die Möglichkeit, einmalig zu kaufen? Die gute Nachricht vorweg: Über Händler wie kampro bekommt ihr in Deutschland weiterhin eine ProPresenter Dauerlizenz – ihr seid also nicht zum Abo gezwungen. Damit ihr eine gute Entscheidung treffen könnt, schauen wir uns in Ruhe an, was sich geändert hat und welches Modell zu welcher Gemeinde passt.

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt den Stand Mitte 2026. Preise und Bedingungen kann der Hersteller jederzeit anpassen. Im Zweifel lohnt sich eine kurze Rückfrage, bevor ihr kauft.

Wie war das früher?

Um den Wechsel zu verstehen, hilft ein Blick zurück. Früher lief der Kauf von ProPresenter in zwei Teilen:

  • Einmal-Kauf der Lizenz: Ihr habt einen festen Betrag bezahlt und durftet die Software dauerhaft nutzen. Das nennt man eine Dauerlizenz (englisch: „perpetual license“). Sie läuft nicht ab.
  • Optional „ProPresenter+“: Wer auch in den Folgejahren immer die neuesten Funktionen und Updates wollte, konnte zusätzlich ein jährliches Update-Paket namens „ProPresenter+“ buchen. Das war freiwillig.

Der Vorteil war klar: Ihr habt einmal investiert und die Software gehörte praktisch euch. Auch wenn ihr „ProPresenter+“ nicht verlängert habt, lief eure gekaufte Version einfach weiter. Genau dieses Modell empfanden aber viele als unübersichtlich – ein hoher Einstiegspreis plus eine separate jährliche Gebühr für Updates. Das war einer der Gründe für die Umstellung.

Was hat Renewed Vision umgestellt?

Im Sommer 2024 hat der Hersteller das Modell für Neukunden komplett umgebaut. Statt „einmal kaufen plus optionales Update-Paket“ gibt es jetzt nur noch ein laufendes Abo. Die wichtigsten Punkte:

  • Neukunden bekommen nur noch ein Abo. Den klassischen Einmal-Kauf direkt beim Hersteller gibt es so nicht mehr.
  • Das Abo läuft monatlich oder jährlich. Solange ihr zahlt, bekommt ihr automatisch alle neuen Versionen und den Support.
  • Eine hinterlegte Kreditkarte ist Pflicht, und das Abo verlängert sich automatisch. Diese automatische Verlängerung ist beim Hersteller fest vorgesehen.
  • Der Name „ProPresenter 7“ ist weggefallen. Mit der Abo-Umstellung heißt die Software offiziell nur noch „ProPresenter“ und bekommt fortlaufend neue Versionen. Für euch im Alltag ändert das nichts am Bedienen – nur am Namen. Ältere gekaufte Versionen behalten ihre alte Nummer.

Was passiert mit bestehenden Lizenzen?

Falls ihr schon ProPresenter besitzt, kein Grund zur Panik:

  • Echte Dauerlizenzen älterer Versionen (ProPresenter 6 und älter) laufen weiter. Es fallen dafür keine jährlichen Gebühren an. Einzige Einschränkung: Diese älteren Versionen laufen nur auf Computern, die sie noch unterstützen.
  • Wer ein aktives „ProPresenter+“ hatte, muss zum Abo wechseln (migrieren). Wichtig für Betroffene: Die Migration sollte bis zum eigenen Ablaufdatum oder bis zum 31. August 2025 erfolgen – je nachdem, was zuerst eintritt. Der Trost: Wer rechtzeitig migriert, behält seine günstigeren Alt-Preise, und der Hersteller hat diesen Tarif für Altkunden für mindestens zwei Jahre zugesichert.
  • Wenn ein migrierter Altkunde später kündigt, behält er den Zugriff auf die letzte Version, die zum Zeitpunkt seines früheren Ablaufdatums verfügbar war. Die Software wird also nicht einfach abgeschaltet.

Tipp: Wenn ihr unsicher seid, welchen Lizenz-Typ ihr genau habt, schaut in ProPresenter im Programm-Menü unter den Konto-Einstellungen (englisch: „Account“) nach – dort findet ihr auch den Schalter zum Migrieren. Bevor ihr irgendwo klickt oder kündigt, lohnt sich diese kurze Prüfung, damit ihr nichts verliert.

Was kostet ProPresenter aktuell?

Hier wird es konkret. Die offiziellen Abo-Preise von Renewed Vision sind in US-Dollar angegeben. Für Gemeinden („House of Worship“) gilt:

  • Einzelplatz (Single Seat): 29 $ pro Monat oder 289 $ pro Jahr.
  • Campus-Lizenz: 59 $ pro Monat oder 649 $ pro Jahr. Sie deckt bis zu 20 Plätze ab.

Für andere Kunden (also keine Gemeinden) kostet ein Einzelplatz ebenfalls 29 $/Monat bzw. 289 $/Jahr; ab vier Plätzen gibt es einen Mengenrabatt (19 $/Monat bzw. 199 $/Jahr je Platz). Altkunden, die von „ProPresenter+“ migriert sind, behalten ihre alten, günstigeren Sätze (189 $/Jahr für einen Einzelplatz bzw. 469 $/Jahr für eine Campus-Lizenz).

Das klingt erst einmal überschaubar. Rechnet aber ehrlich: Ein Einzel-Abo für 289 $ im Jahr summiert sich über fünf Jahre auf rund 1.445 $ – und danach läuft es weiter. Genau hier kommt die Alternative ins Spiel.

Die Dauerlizenz über den Händler

Auch wenn der Hersteller selbst nur noch Abos verkauft: Als Händler kann kampro in Deutschland weiterhin eine ProPresenter Dauerlizenz anbieten. Diese kostet ab 469 Euro für eine Einzellizenz (ein Arbeitsplatz, der zur gleichen Zeit genutzt wird). Darin enthalten sind 12 Monate Updates und Support. Danach könnt ihr die Software unbegrenzt weiter nutzen – nur für ganz neue Versionen braucht ihr später wieder ein Update.

Für Gemeinden, die an mehreren Stellen präsentieren (z. B. Saal, Bühne, Kinderkirche oder mehrere Standorte), gibt es außerdem Campus- bzw. Mehrplatzlizenzen, die auf Kirchen und gemeinnützige Vereine zugeschnitten sind. Welche Variante für euch passt, hängt davon ab, an wie vielen Computern ihr gleichzeitig arbeitet.

Abo oder Dauerlizenz? Die ehrliche Gegenüberstellung

Beide Modelle haben echte Vor- und Nachteile. Hier ohne Schönrederei:

Vorteile des Abos

  • Niedriger Einstieg: Ihr startet mit wenig Geld und könnt sofort loslegen.
  • Immer die neueste Version: Updates sind automatisch dabei, solange ihr zahlt.
  • Flexibel: Ihr könnt Plätze hinzufügen, entfernen oder kündigen.
  • Gut für kurze Projekte: Wenn ihr die Software nur für eine begrenzte Zeit oder ein einzelnes Event braucht, zahlt ihr nur dafür.

Nachteile des Abos

  • Es hört nie auf: Sobald ihr aufhört zu zahlen, könnt ihr (als Neukunde ohne Alt-Rechte) die Software nicht mehr nutzen.
  • Auf Dauer teurer: Über mehrere Jahre summieren sich die Gebühren deutlich.
  • Kreditkarte und Auto-Verlängerung Pflicht: Das passt nicht zu jeder Gemeinde-Buchhaltung, gerade wenn ihr mit Kasse oder Überweisung arbeitet.
  • Abhängig von laufenden Konten: Läuft eine Karte ab oder gibt es ein Problem, kann der Zugriff stocken.

Vorteile der Dauerlizenz

  • Einmal zahlen, dauerhaft nutzen: Die Software gehört praktisch euch und läuft auch in Jahren noch.
  • Planbar und budgetfreundlich: Eine einmalige Anschaffung ist für viele Gemeinde-Kassen viel leichter zu beschließen als eine dauerhafte Verpflichtung.
  • Keine Kreditkarte nötig, keine automatische Verlängerung.
  • Auf lange Sicht günstiger, wenn ihr ProPresenter über viele Jahre einsetzt – und das tun die meisten Gemeinden.

Nachteile der Dauerlizenz

  • Höherer Betrag auf einmal: Der Einstieg kostet mehr als die erste Monatsrate eines Abos.
  • Updates später kostenpflichtig: Nach den ersten 12 Monaten braucht ihr für die allerneuesten Versionen wieder ein Update. Eure gekaufte Version läuft aber weiter.

Welches Modell passt zu welcher Gemeinde?

Es gibt nicht „die eine richtige“ Antwort. Aber ein paar klare Faustregeln helfen:

  1. Kleine Gemeinde mit schmalem Budget, langfristiger Einsatz: Hier ist die Dauerlizenz meist die bessere Wahl. Ihr beschließt einmal eine Anschaffung, habt danach Ruhe und keine laufenden Verpflichtungen. Gerade ehrenamtliche Teams schätzen es, nicht jeden Monat an eine Abbuchung denken zu müssen.
  2. Mehrere Standorte oder Arbeitsplätze: Schaut euch die Campus- bzw. Mehrplatzlizenz an. Ihr deckt damit mehrere Computer ab, statt einzelne Plätze teuer zu stapeln.
  3. Befristetes Projekt oder Testphase: Wenn ihr ProPresenter nur für ein paar Monate oder für ein einzelnes Event braucht, kann das Abo sinnvoll sein, weil ihr danach einfach kündigt.
  4. Ihr habt schon eine Lizenz: Prüft zuerst, was ihr besitzt. Eine echte alte Dauerlizenz dürft ihr weiter nutzen. Habt ihr „ProPresenter+“ gehabt und rechtzeitig migriert, gelten für euch die günstigeren Alt-Preise im Abo.

Für die allermeisten Gemeinden, die ProPresenter Woche für Woche im Gottesdienst einsetzen, gilt: Über viele Jahre gerechnet ist die Dauerlizenz die wirtschaftlichere und nervenschonendere Lösung. Ihr investiert einmal in ein Werkzeug, das eurem Team lange dient – passend zum Gedanken aus Sprüche 21:5, dass sorgfältige Planung sich lohnt.

Tipp: Bevor ihr euch entscheidet, rechnet kurz eure realistische Nutzungsdauer aus. Setzt ihr ProPresenter länger als zwei bis drei Jahre ein, spielt die Dauerlizenz ihren Preisvorteil schnell aus.

So findet ihr die richtige Lizenz

Wenn ihr unsicher seid, welche Variante zu eurer Gemeinde passt, müsst ihr das nicht allein entscheiden. Eine Dauerlizenz – einzeln oder als Campus-/Mehrplatzlizenz – bekommt ihr im kampro-Shop, die Einzellizenz ab 469 Euro. Als deutscher ProPresenter-Spezialist aus München (seit 2019) kann kampro euch beraten, welche Lizenzform und wie viele Plätze für euren Aufbau wirklich nötig sind – ohne dass ihr zu viel kauft.

Und wenn ihr ProPresenter neu einrichtet oder euer Team fit machen wollt: In der Schulung zeigen wir Schritt für Schritt, wie ihr Lieder, Bibelverse und Abläufe sauber aufbaut, damit der Sonntag reibungslos läuft. So holt ihr aus eurer Lizenz – egal ob Abo oder Dauerlizenz – das Beste heraus.

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